Samstag, 22. Februar 2014

WE WANT YOU!

Den Bericht über streunende Chihuahuas, die den Bezirk Maryvale in Phoenix, Arizona, "terrorisieren", beginnt 20Min heute mit dem Satz:
"Es klingt wie eine Szene aus einem lustigen Horrorfilm:" (20Min, Winterthur-Schaffhausen,  21.2.2014, S.13)
Ein "lustiger Horrorfilm", so, so. Wenn wir auch nachvollziehen können, was 20Min da ausdrücken will, so ist es doch gschtabig gesagt. Später im Text werden wir dann informiert, dass
"die kleinen Chihuahuas in Rudeln von 10 bis 15 Tieren durch das Quartier ziehen und versuchen, auch grössere Hunde für ihre Banden zu rekrutieren". (ibid.)
Diese Aussage, so kann man aus dem Ton des gesamten Artikels schliessen, ist nicht ironisierend gemeint, sondern ernst: die Hunde rekrutieren andere Hunde. Was der Artikel dann aber verschweigt ist, dass die Chihuahuas bald mit einem Temporärbüro zusammenspannen wollen und nach und nach der ganze Bandenpersonalbereich extern vergeben werden soll.

Immerhin hat 20Min die Erstversion des Artikels gekübelt. Dort nämlich hiess es noch - in typischem 20Min-Slang - , die Chihuahuas würden brennend und mordend um die Häuser ziehen, hätten ein eigenes Musiklabel gegründet und würden ihre Taten auf Youtube stellen.

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