Mittwoch, 3. April 2013

Wie ein Drogenrausch

sei der Film "Holy Motors" von Leos Carax, findet 20Minuten. Nicht ganz auf das Niveau eines Drogenrausches bringt es die Besprechung des Films. Sie - die Filmkritik - erinnert an ein kleines Holztürmchen aus Allgemeinplätzen, mit einem joghurtweissen Fähnchen obendrauf - einem Fähnchen aus weltweisem Geraune. Hören wir also zu:
"Oscar ist alleine, nur Celine begleitet ihn. Was soll das alles? Nun, "holy Monster" ist ein Film wie ein Drogenrausch. Er verstört, irritiert, begeistert. Für Leute, die in einem Film Antworten suchen, ist er nicht gemacht. Diese Welt des Monsieur Oscar ist so hinzunehmen, wie sie ist. Wenn man sich darauf einlässt, wird man aber mit allerlei Humor und Poesie belohnt." (20Minuten, 02.04.2013, S. 15, Wil-Winterthur)
Wer begleitet wird ist nicht *alleine*, niemand sucht in einem Film *Antworten* - dafür gibt's die Zentralbibliothek und Google -, *verstört, irritiert, begeistert*  sind Plakativwörter, mit denen man in Stadtzürcher Liegenschaften bereits Wohnungen tapeziert, *allerlei Humor und Poesie* liegt gefährlich nah bei *ein bunter Strauss  von Volkstümlichen Schlagern*, und *... ist so hinzunehmen, wie sie ist* schreibt, wer auswegslos nichts mehr zu sagen weiss und sich trotzdem klüger findet. Klüger nämlich als die Leser.

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