Dass sie vielleicht nur die Stelle wechseln, dass sie vielleich nur unterbrechen und reisen oder sich weiterbilden gehn, dass "die Lehrer" - die übrigens in der Überzahl eine Vagina besitzen - nach einer Schwangerschaft sich um die eigenen Kinder kümmern wollen - all das kommt für 20Min nicht in Frage. Nein, sie "geben im Beruf auf".
Ganz auf Skandal fixiert, beginnt der Artikel mit der Feststellung:
"In den letzten Jahren schlossen mehr Studierende an den Pädagogischen Hochschulen ab. Dennoch (sic) arbeiten einige von ihnen nicht lange als Lehrer". (20Min, Winterthur - Schaffhausen, 7.4.2014, S.11)Natürlich widersprechen sich die zwei Tatsachen nicht, und ist die eine - mehr 'Lehrer' werden ausgebildet - logisch nicht mit der anderen - EINIGE bleiben nicht lange im Beruf - verknüpft. Die zwei Aussagen mit 'dennoch' zu verbinden ist also falsch. Richtig wäre: Mehr ausgebildete Lehrpersonen, ABER einige arbeiten nicht lange im Beruf. Das wäre dann natürlich kein Negativtrend und deshalb nichts fürs 20Min.
Was all die 'Lehrer' machen, die 'im Beruf aufgeben', ob sie sich eine Anstellung bei 20Min suchen, - als Tellerwäscher in der Kantine oder als Ressortleiter, wissen wir nicht. Das Blatt jedenfalls wirkt, als wäre es von Menschen gemacht, die alles hinter sich gelassen und nichts mehr zu verlieren haben.
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