Mittwoch, 21. Mai 2014

teach the controversy

verlangen Vertreter des "intelligent design" - Konzeptes (ID), wenn sie mit Vertretern der wissenschaftsbasierten Weltsicht debatiere, und sollen SchülerInne also beide Konzepte der Entwicklung allen Lebens unterrichtet erhalten: das biblische und das naturwissenschaftliche. Das sei fair.

Ganz im Geiste von "teach the controversy" bringt 20Min heute die zweite Sichtweise auf den "Glanz & Gloria"-Auftritt der "Millionärsgattin" I. Beller, nämlich jene von Dani Fohrler, Glanz-&-Gloria-Moderator, und liefert wie für Fortsetzungsgeschichte üblich am Anfang ein kuzes "Was-bisher-Geschah":
"Millionärsgattin Irina Beller prügelte gestern in 20 Minuten verbal auf 'G&G'-Moderator Dani Fohrler ein. Jetzt redet er." (20Min Wil-Winterthur, 21.5.2014, S. 17)
Worauf Herr Fohrler 6 Fragen zum "Vorfall" beantworten darf, dabei eine weitaus entspanntere Figur macht als gestern Frau B und fürs 20Minuten nochmals eine halbe Seite füllt. Die andere Hälfte ist für Werbung reserviert und also fürs Geldverdienen. Es ist die wichtigere Hälfte. Was auf der unwichtigen Hälfte steht - ob Herr F. erzählt oder Frau B. - ist gleich.

Denn wie das Teach-the-Controversy-Getue der ID-Vertreter zielt die Gratiszeitung auf Aufmerksamkeit ab, nicht auf Information.  Aufmerksamkeit nämlich lässt sich verkaufen. An Werbekunden. Information nicht.

If it's free you're not the customer; you're the product bein sold.

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