Montag, 8. Juli 2013

Wie-durch-ein-Wunder-Watch

"Das 'Fast-Wunder' von San Francisco"
titelt heute 20Minuten auf der Frontseite, weil bei der Bruchlandung einer Boeing von 307 Passagieren 305 überlebt haben, und doppelt im Text nach:
"Angesichts der Schwere des Unglücks grenzt es an ein Wunder, dass nicht mehr Menschen starben" (20Minuten, Wil-Winterthur, 8.7.2013, S. 1)
Können wir nicht einfach die Welt rational betrachten? Rational darüber informiert werden? Warum muss 20Minuten jedem mechanischen Ereignis ein mystizistisches Hütchen aufsetzen nur weil nicht jede darin verwickelte Person tot ist? Immerhin sind 2 Menschen gestorben, und mehrere sind sehr schwer verletzt - und deshalb, so wohl die Überlegung von 20Minuten, die neue Unterkategorie der "Fast-Wunder", die wir auch als 'Wunder-Grenzfälle' ansprechen können. Das 20Minuten-Universum gliedert sich damit in:

             a: Nicht-Wunder                   b:  Fast-Wunder               und c:   Wunder

Morgen berichtet 20Minuten dann über eine Beinahe-Ufo-Sichtung. So heisst die Sichtung eines Fast-Ufos - oder die Fast-Sichtung eines tatsächlichen Ufos. Man  hat sich auf der Redaktion noch nicht einigen können. Auf jeden Fall soll es da sein, das Ufo. Sonst hätte man es nicht beinahe gesehen.

Und nächste Woche liegt jedem 20Minuten als Gimmick ein Tütchen Sämlein bei. Die kann man aufs Feld streuen, oder ins Balkonkistchen, und daraus wachsen Kornkreise.

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