Dass "Deutschland sucht den Superstar" von einer Sängerin gewonnen wurde, die einen Schweizerpass besitzt, reicht aber nicht. Nein, mit Beatrice Egli
"gewinnt die Schweiz die zweite Staffel von 'Deutschland sucht den Superstar' in Folge." (20Minuten, Wil-Winterthur, 13.5.2013, S.1)Es war offenbar ein Länderturnier. Und 'wir' sind offenbar besser als Deutschland. Das ist es, was in die Welt hinaus muss - findet das Blatt, das sich rühmt, unter Schweizer Führungskräften das meistgelesene zu sein. Ist dieses Fixiertsein auf Länderwettkämpfe auch dort, wo gar keine stattfinden, schon chauvinistisch oder noch infantil?
Immerhin findet die Zeitung - nebst zwei Werbebannern für Fastfood und Immobilien - noch für eine zweite Schlagzeile Platz auf der Titelseite: "Drei Tote: Bluttaten erschüttern Schweiz".
So durchquert also der Pendlerzug nach Winterthur heute Morgen ein Land, das siegestrunken und bluttatenerschüttert die neue Arbeitswoche in Angriff nimmt, unsicher im Kopf, kognitiv dissonant, mit Infos entertained.
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